Startseite · 3. November 2026

Lässt sich die vorhandene Verglasung an neuen Aluminiumbalkonen wiederverwenden?

Wer erst vor wenigen Jahren eine Balkonverglasung gekauft hat, möchte sie beim Austausch der Balkone verständlicherweise behalten. Die Antwort braucht der Eigentümer vor dem Rückbau. Neue Aluminiumbalkone können eine andere Geländerhöhe haben, der Handlauf kann weiter innen liegen und über dem obersten Balkon ist womöglich ein anderer Anschluss vorgesehen. Nehmen Sie die Wiederverwendung deshalb als eigenen Punkt in die Planung auf. Entscheidend sind die eindeutige Zuordnung des Systems, der Zustand seiner Bauteile und die Eignung für den geplanten Balkon.

Welche Teile möchte der Eigentümer behalten?

Lassen Sie sich die betreffenden Teile auf einem Foto zeigen. Eine Glasscheibe zwischen zwei Geländerpfosten erfüllt eine andere Aufgabe als ein beweglicher Glasflügel oberhalb des Handlaufs. An einem Balkon kann beides vorhanden sein. Klären Sie bei der Planung eines Aluminium-Anbaubalkons, welche Teile zum Balkon und zum Geländer gehören und welche später ergänzt wurden. Halten Sie fest, ob der Eigentümer die komplette Verglasung behalten möchte oder lediglich nach einer Verwendung der Scheiben fragt.

Ein Beispiel aus der Praxis

Auf dem Foto des Bauvorhabens in Nitra-Klokočina sind helle Geländerfüllungen mit offenem Raum darüber zu sehen. HS ALUSYSTEM nennt für diesen Auftrag unter anderem Geländer und Überdachungen. Anhand des Bildes kann die Hausverwaltung erklären, welche Teile gemeint sind. Anschließend können die Eigentümer auf einer Aufnahme ihres eigenen Balkons die Bauteile markieren, die sie prüfen lassen möchten.

Übereinanderliegende Balkone mit hellen Geländerfüllungen an der grauen Fassade eines Wohnhauses in Nitra

Den Bestand für jede Wohnung erfassen

Zwei gleich aussehende Fassadenfelder können unterschiedliche Verglasungen haben. Ein Eigentümer hat sein System vielleicht bei der letzten Sanierung bestellt, ein anderer Jahre später bei einem anderen Betrieb. Geben Sie für jeden Fall Hauseingang, Geschoss und Lage in der Fassadenansicht an. Verwenden Sie dieselbe Kennzeichnung auf den Fotos und im Schriftverkehr. So lässt sich später nachvollziehen, für welche Wohnung eine fachliche Stellungnahme tatsächlich gilt.

Welche Unterlagen helfen?

Bitten Sie um die Bestellung, ein Typenschild, die Bedienungsanleitung oder die Kontaktdaten des damaligen Montagebetriebs. Dokumentieren Sie, woran das System zu erkennen ist und welche Unterlagen vorliegen. Aufnahmen von zugänglichen Stellen sollten die gesamte Verglasung, die obere und untere Schiene sowie die Parkstellung der geöffneten Flügel zeigen. Bewohner können die Abdeckungen dabei an ihrem Platz lassen und von der Innenseite des Geländers aus fotografieren. Unzugängliche Anschlüsse prüft ein Fachbetrieb beim Ortstermin.

Welche Maße für die Wiederverwendung wichtig sind

Die Gesamtbreite im Grundriss allein gibt wenig Aufschluss. Lassen Sie Bestand und Planung im Schnitt gegenüberstellen. Der Fachbetrieb muss erkennen können, zwischen welchen fertigen Oberflächen die Verglasung sitzen soll und wo die Glasebene verläuft. Rückt der Handlauf zur Fassade hin, verschiebt sich auch die untere Schiene, selbst wenn die Vorderkante des Balkonbodens an derselben Stelle bleibt. Hinweise zur Vorbereitung des Ortstermins finden Sie im Beitrag zum Aufmaß der Balkone am Mehrfamilienhaus.

Auch die geöffneten Flügel einzeichnen

Die Zeichnung sollte zeigen, welchen Weg die beweglichen Scheiben nehmen und wo sie geöffnet stehen. Eine geschlossene Anlage kann maßlich passen, während der äußere Flügel beim Öffnen mit der Balkontür kollidiert oder den Zugang zum Reinigen versperrt. Tragen Sie zusätzliche Dämmung und neue Seitenwände dort ein, wo sie den freien Raum tatsächlich einschränken. Kennzeichnen Sie Eckbalkone und Balkone im obersten Geschoss gesondert.

Wer prüft den oberen und unteren Anschluss?

Welche Schiene die Flügel führt und wo deren Eigengewicht abgetragen wird, hängt vom System ab. Der ursprüngliche Anschluss kann beispielsweise eine Betondecke voraussetzen, während an derselben Stelle künftig nur ein leichtes Vordach vorgesehen ist. Der Verglasungsbetrieb beschreibt die Anforderungen seines Systems an die Anschlüsse. Die Balkonplanung prüft daraufhin, ob die neue Konstruktion diese Bedingungen an den vorgesehenen Stellen erfüllt. Als gemeinsame Grundlage dient ein Schnitt mit eindeutig bezeichneten Anschlüssen.

Warum die Lage an der Fassade zählt

Mit dem Schließen einer Öffnung entsteht eine zusätzliche Windangriffsfläche. Bei der Beurteilung spielen die Lage am Gebäude und die Anordnung der Scheiben eine Rolle. Der Hersteller Lumon erläutert die Zusammenhänge in einem Fachbeitrag zu Windlasten bei Balkonverglasungen. Bitten Sie den Tragwerksplaner, die maßgebenden Bedingungen in der Tragwerksplanung für die Aluminiumbalkone zu berücksichtigen. Dass die Verglasung an der alten Betonplatte jahrelang funktionierte, beantwortet die Frage nach dem neuen Anschluss noch nicht.

Wasserführung und Zugang zur Reinigung klären

Verfolgen Sie am Detail der unteren Schiene, wohin Wasser ablaufen kann und welche Stellen zur Reinigung erreichbar bleiben. Überdeckt die Verglasung einen Teil des Bodens oder reicht sie bis an die Fassade, müssen die Endanschlüsse auf die Balkonentwässerung abgestimmt werden. Besprechen Sie mit dem Planer auch die Lüftung und etwaige Brandschutzanforderungen des Gebäudes. Vor der Entscheidung sollten die Eigentümer wissen, wie sich die einzelnen Flügel bedienen lassen und wie sie später an Rahmen und Füllungen herankommen.

Was sich vor dem Rückbau feststellen lässt

Bei der Besichtigung können fehlende Teile, eine beschädigte Führung oder Abweichungen zwischen Unterlagen und Bestand auffallen. Legen Sie auch das Vorgehen für Befunde fest, die erst beim Ausbau sichtbar werden. Wer hält sie fest, wer erhält die Nachricht und wann muss eine Entscheidung fallen? Damit entfällt für die Verwaltung die mühsame Suche nach einem Eigentümer während der Arbeiten, nur um zu klären, ob seine Scheiben eingelagert oder abgefahren werden sollen.

Übergabe und Kennzeichnung vereinbaren

Kommt ein Wiedereinbau infrage, sollte der zuständige Betrieb Ausbau, Verpackung, Lagerung und erneute Prüfung festlegen. Vermerken Sie, wer die Teile übernimmt und wo ihr Zustand dokumentiert wird. Vereinbaren Sie bei mehreren Wohnungen die Kennzeichnung vor dem Abtransport. Ähnlich aussehende Teile benachbarter Anlagen sind nicht ohne Weiteres austauschbar. Die Bestandsliste hilft auch dann, wenn später nur einzelne Komponenten wieder eingesetzt werden können.

Angebote vergleichen, solange die Verglasung offen ist

Trennen Sie in jedem Angebot den Preis des Balkons von den Arbeiten an der vorhandenen Verglasung. Ein Anbieter rechnet möglicherweise nur Ausbau und Entsorgung ein, ein anderer zusätzlich Erfassung, Einlagerung und einen möglichen Wiedereinbau. Lassen Sie bei bedingten Positionen angeben, welche Unterlagen oder Freigaben für den genannten Preis und Leistungsumfang vorliegen müssen. So sehen die Eigentümer, welche Kosten sie bereits vergleichen können und worüber sie später noch entscheiden müssen.

Beispiel für die Versammlungsunterlagen

„Zweiter Eingang, oberster Eckbalkon. Bestellung des Eigentümers liegt vor. Obere Führung derzeit unter der Decke, künftig ist ein Vordach geplant. Verglasungsbetrieb prüft das System, Balkonplaner den Anschluss am Vordach. Wiedereinbau vorerst außerhalb des Grundangebots.“ Ein solcher Eintrag hält den bekannten Sachverhalt, die offene Frage und die Zuständigkeit fest. Ergänzen Sie nach Eingang der Stellungnahmen die Zeichnungsnummer und das Ergebnis für diese Wohnung.

Wann die Entscheidung vorliegen sollte

Vor der Fertigungsfreigabe der betroffenen Teile muss feststehen, welche Balkone ohne Verglasung ausgeführt werden und wo ein abgestimmtes Detail vorliegt. Steht eine Stellungnahme noch aus, lassen Sie die betroffenen Bauteile kennzeichnen. Ändern sich später Handlaufhöhe, Vordach oder Fußbodenaufbau, sollte der zugehörige Anschluss erneut geprüft werden. Jede Freigabe bezieht sich auf einen bestimmten Planstand.

Welche Angaben HS ALUSYSTEM benötigt

Bereiten Sie eine Fassadenaufnahme, eine Liste der Wohnungen, vorhandene Unterlagen zur Verglasung und eine Beschreibung des geplanten Balkonaustauschs vor. Markieren Sie Sonderfälle. Kontaktieren Sie HS ALUSYSTEM, um den neuen Balkon und seine Anschlüsse prüfen zu lassen. Geben Sie an, wer die Informationen zur vorhandenen Verglasung liefert, damit alle Beteiligten dieselbe Planungsgrundlage haben.

Häufige Fragen aus der Eigentümergemeinschaft

Kann eine fast neue Verglasung erhalten bleiben?

Eine Prüfung kann sich lohnen. Ausschlaggebend sind der Zustand, die eindeutige Identifikation der Komponenten und die bestätigte Eignung für den vorgesehenen Balkon. Das Einbaujahr allein reicht dafür nicht aus.

Genügt es, die Scheibenbreite zu messen?

Benötigt werden auch ein Schnitt durch die Anschlüsse, die Lage der Glasebene und der Bewegungsraum der Flügel. Der Verglasungsbetrieb benennt die für sein System erforderlichen Angaben.

Gehört eine gläserne Geländerfüllung zur Verglasung über dem Handlauf?

Führen Sie beide getrennt auf. Die Füllung gehört zum Geländer. Für den Abschluss des Raums darüber sind eine eigene Planung und ein ausdrücklich vereinbarter Leistungsumfang erforderlich.

Was tun, wenn die Rechnung fehlt?

Geben Sie dem Fachbetrieb Fotos, Kennzeichnungen und sonstige verfügbare Belege. Lässt sich das System nicht zuverlässig zuordnen, halten Sie den Wiedereinbau als ungeklärt fest und stimmen Sie das weitere Vorgehen mit dem Eigentümer ab.

Kann die Prüfung im obersten Geschoss anders ausfallen?

Ja. Unter einem Dach oder Vordach können andere Anschlussbedingungen bestehen als unter dem darüberliegenden Balkon. Auch bei gleichen Scheiben sollte der Fachbetrieb diese Position gesondert prüfen.

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